Rolf Agop - GMD 1952-1962

Seine Karriere begann der 1908 geborene Rolf Agop in Süddeutschland, wo er nach seinem Musikstudium in München als Kapellmeister und Chordirektor beschäftigt war. 1948 verschlug es Agop nach Nordrhein-Westfalen, wo er zunächst in Bad Pyrmont, Detmold und Herford als Chefdirigent und Professor der Nordwestdeutschen Musikakademie tätig war, bevor er 1952 für zehn Jahre als Generalmusikdirektor die Leitung der Dortmunder Philharmoniker übernahm.

© Theater Dortmund - Helga Heinersdorff

Der Wiederaufbau Dortmunds nach den verheerenden Zerstörungen des Bombenkriegs war zu dieser Zeit in vollem Gange. So spielten die Philharmoniker in dem zwar kleinen, aber bühnentechnisch schon funktionstüchtigen Opernhausprovisorium am Hiltropwall. Neue Spielstätten für Sinfoniekonzerte zu Agops Zeiten waren unter anderem der Goldsaal der Westfalenhalle, das neuerbaute Universum-Filmtheater, das Capitol-Kino und schließlich die Kleine Westfalenhalle.

Neben seinem Engagement in der Oper, wo er die wichtigsten Premieren der von Generalintendant P. Walter Jacob disponierten Spielzeit einstudierte und leitete, lag Agops Hauptverdienst im pädagogischen Bereich. So richtete er regelmäßige Konzertreihen für die Jugend ein, fungierte, wie auch sein Vorgänger Sieben, am Städtischen Konservatorium als künstlerischer Betreuer und führte die konsequente Einbeziehung neuer Werke in seine sinfonischen Hauptkonzerte ein. Agop förderte seine Musiker durch solistische Aufgaben, zahlreiche Kammermusikabende und Gastspiele, u.a. in Bayreuth.

(Text von Thomas Rink und Jennifer Woda, aus: Heimat Dortmund, Stadtgeschichte in Bildern und Berichten - 125 Jahre Dortmunder Philharmoniker)