4. Philharmonisches Konzert - Trauer und Hoffnung

Mittwoch, 12. Dezember 2018 - 20.00 Uhr, Konzerthaus Dortmund

Marc Piollet, Dirigent | Alexandre Tharaud, Klavier | Dortmunder Philharmoniker

Werke von Martinů, Ravel, Mozart und Britten

© Marcel Schaar
© Wolfgang

Bohuslav Martinů
Mahnmal für Lidice

Maurice Ravel
Klavierkonzert G-Dur

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie D-Dur KV 504, „Prager“

Benjamin Britten
Sinfonia da Requiem op. 20


Es ist ein Massaker, das Entsetzen hervorruft. 1942 ebnen die Nationalsozialisten das Dorf Lidice bei Prag ein, töten und deportieren die Einwohner, darunter 85 Kinder. Es war die Rache für den Anschlag auf Holocaust-Organisator Reinhard Heydrich. Künstler weltweit reagieren, auch Bohuslav Martinů. Sein musikalisches Mahnmal wurde vor 75 Jahren uraufgeführt: Musik, die das Tor bildet zu einem Abend, in dem Gegensätze aufeinanderprallen.

Das poetische Klavierkonzert G-Dur von Ravel führt sogleich in Zauberwelten, an den Broadway und in den Zirkus. Alexandre Tharaud spielt das Stück intelligent und melodienverliebt. „Nicht umsonst ist der Flügel ein magisches Instrument, das einen
ganzen Kosmos von Farben erzeugen kann“, sagt er. Mozart war Ravels Vorbild. „Er ist absolute Schönheit, perfekte Reinheit“, so der Franzose. Ein Beweis dafür ist sicher auch die „Prager“. Zum Schluss führt die 1940 entstandene Sinfonia da Requiem des Pazifisten Benjamin Britten wieder zurück in Kriegszeiten. Ein intensives Stück, geprägt von Trauer und Hoffnung zugleich.

19.15 Uhr
Konzerteinführung

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