1. Konzert Wiener Klassik "ton_bilder"

Montag, 6. November 2017 - 19.00 Uhr, Konzerthaus Dortmund

Motonori Kobayashi, Dirigent | Volodymyr Lavrynenko, Klavier | Dortmunder Philharmoniker

Werke von Cherubini, Beethoven und Schubert

© Magdalena Spinn

Luigi Maria Cherubini (1760—1842)
Ouvertüre zu „Der Wasserträger“

Ludwig van Beethoven (1770—1827)
4. Klavierkonzert G-Dur op. 58

Franz Schubert (1797—1828)
4. Sinfonie c-Moll D 417, „Tragische“

Tastende Akkorde des Solisten, wehmütig und innig. Sanft antworten die Streicher. Gleich zu Beginn seines 4. Klavierkonzerts zeigt Ludwig van Beethoven, worauf es ihm ankommt. Weder wild bewegt wie sein drittes, noch brillant wie sein fünftes ist es, sondern poetisch. Fast improvisatorisch klingt der zweite Satz, in dem manche Interpreten eine mythische Szene erkennen: Der Harfe spielende Orpheus tritt gegen die Mächte der Unterwelt an. Kein Wunder, dass die Romantiker dieses zu Lebzeiten des Komponisten nur zwei Mal erklungene Konzert später wiederentdecken. Volodymyr Lavrynenko, der Gewinner des Schubert-Wettbewerbs 2016, weiß die entspannten und heiteren ton_bilder des Stücks mit Nachdruck zu zeichnen. An Beethoven kommt im 19. Jahrhundert niemand vorbei. Franz Schubert verehrt ihn, will sich aber zugleich von ihm distanzieren. Seiner „tragischen“ Sinfonie tut man Unrecht, wenn man sie wegen der identischen Tonart mit Beethovens „Schicksalssinfonie“ vergleicht. Schuberts Vierte ist nicht nur dramatisch, sondern auch sanglich – was den großen Unterschied ausmacht.

 

 

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