2. Konzert Wiener Klassik "klang_farben"

Montag, 30. Januar 2017 - 19.00 Uhr, Konzerthaus Dortmund

Gabriel Feltz, Dirigent + Klavier | Shinkyung Kim, Violine | Franziska Batzdorf, Violoncello | Dortmunder Philharmoniker

Verschiedene Werke von Beethoven

© Magdalena Spinn

Ludwig van Beethoven (1770—1827)

- Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus“

- Klaviertrio D-Dur op. 70,1, „Geistertrio“

- 2. Sinfonie D-Dur op. 36

Im 19. Jahrhundert tickten die musikalischen Uhren anders. Während der Ouvertüre durfte man plaudern, zwischen den Sätzen klatschen und Konzerte dauerten zuweilen mehrere Stunden. Zur Aufführung kamen: Sinfonien, Opernarien, Chöre und Kammermusik, in bunter Mischung. An dieser Praxis orientiert sich diese Beethoven-Hommage: Es wurde ein Klaviertrio ins Programm gemogelt. Für das Geistertrio setzt sich GMD Gabriel Feltz selbst ans Klavier, begleitet von „seinen“ philharmonischen Solisten Shinkyung Kim und Franziska Batzdorf. Gemeinsam entlocken sie dem 1808 uraufgeführten Trio die ungewöhnlichsten klang_farben. Sie finden sich vor allem im langsamen Satz. Der Beethoven-Schüler Carl Czerny nannte ihn „geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt“. Die beiden sinfonischen Werke dagegen geben sich entspannter. Die quirlige Ouvertüre zu Die Geschöpfe des Prometheus gehört zu einem Ballett, von dem man nur noch wenig weiß. Auch Beethovens 2. Sinfonie betrachtet man heute als ein eher heiteres Stück. Die Hörer von damals sahen das jedoch anders, sie nahmen das Neue und Bizarre daran wahr. „Ein merkwürdiges, kolossales Werk, von einer Tiefe, Kraft, und Kunstgelehrsamkeit wie sehr wenige“, so hat es ein Kritiker 1804 formuliert.

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